Apnoetauchen

Je mehr du gibst, desto mehr gibt es dir.

endorphine

Was treibt Freitaucher an, sich in unvorstellbare Tiefen oder in ein Blue Hole sinken zu lassen? Was bringt sie dazu, sich regungslos auf die Wasser-oberfläche zu legen und trotz des überlebens-
wichtigen Atemreizes minutenlang die Luft anzuhalten? Es stecken viele Gründe dahinter, die man erst versteht, wenn man es selbst probiert hat. Nicht zuletzt auch wegen des guten Gefühls danach. Denn egal ob anstrengender Versuch auf einem Wettkampf oder entspanntes Durchtauchen eines Tunnels – nach einem erfolgreichen Tauchgang steht Freitauchern das Glück ins Gesicht geschrieben.

Natur-

erlebnisse

Freitaucher haben das Privileg, Unterwasser-bewohner aus nächster Nähe betrachten zu können. Es gibt keine lauten und störenden Luftblasen, die die Lebewesen vertreiben. Es gibt nur stilles Genießen. Wenn man sich auf den Grund des Meeres setzt, wird es nicht lange dauern, bis man als natürlicher Teil ihrer Welt akzeptiert wird. So kann es schon mal vor-kommen, dass ein 2 Meter großer Napoleonfisch nur einige Zentimeter vor der Tauchmaske entlang schwimmt oder man von Delfinen umgeben ist, die versuchen Kontakt aufzunehmen. Es sind unglaubliche Natur-schauspiele, die Freitauchern geboten werden.  

Entdeckerlust

Schon an Land erfordert es Mut, sich in eine Höhle zu wagen. Wie viel Selbstvertrauen gehört dann erst unter Wasser dazu, Höhlen, Durchbrüche oder sogar Wracks in großen Tiefen zu durchtauchen? Hat man sich überwunden die Dunkelheit zu durchqueren, wartet doppelte Belohnung: der Rausch, den inneren Kampf gewonnen zu haben, und die Schönheit des türkisfarbenen Lichts der Sonne, das laserstrahlartig in die Dunkelheit bricht und am Ausgang auf uns wartet. Auf Tauchreisen mit mir kannst du all das erleben, zum Beispiel vor der griechischen Insel Korfu oder in den Cenoten Mexikos.

Sport

Seit Anfang der Neunziger wird Freitauchen (Apnoetauchen) als Sport organisiert und ausgeübt. Die wichtigste Regel "Tauche niemals allein!" erhöht dabei nicht nur die Sicherheit sondern auch die Freude am Sport.  Es gibt viele Disziplinen, bei denen es im Kern darum geht, den im Körper befindlichen, Sauerstoff effizient zu nutzen. Dazu gehören die Pooldisziplinen Streckentauchen und Zeittauchen. Beim Tieftauchen gibt es dann eine weitere Komponente – den Druck. Neben dem Sauerstoffverbrauch geht es nun um den Druckausgleich, die Luft aus der Lunge muss so umverteilt werden, dass das Volumen in den anderen Hohlräumen des Körpers weitestgehend konstant bleibt.

Selbst-

beherrschung

Mentale Stärke ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für erfolgreiche Apnoetauch-gänge. Sie beschreibt u. a. die Fähigkeit, unter schwierigen Bedingungen die maximal mögliche Leistung abzurufen. Trotz eines unangenehmen Atemreizes oder der Furcht vor einem langen Aufstieg müssen gute Freitaucher in der Lage sein, sich körperlich und geistig zu entspannen und erfolgreich mit Gefühlen wie Stress und Angst umzugehen. Hierbei helfen Techniken, die nicht nur dem Freitauchen dienen, sondern auch im Leben außerhalb des Wassers nützlich sind.